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Kinder kauft man nicht: Die politische Ökonomie von Auslandsadoptionen in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika

Bei der Adoption eines Kindes aus dem Ausland werden hohe Summen an unterschiedliche Akteure gezahlt: Adoptionsagenturen, Behörden, Vermittler, Ärzte und Waisenhäuser. In der Literatur der letzten dreißig Jahre wird daher immer wieder kritisiert, Auslandsadoptionen seien im Grunde... Full description

1st Person: Tribowski, Christian
Type of Publication: Thesis
Thesis note: PhD Dissertation
Published: Köln Universität Köln 2015
Keywords: Auslandsadoption > Sakralisierung > Entmarktlichung > Kinder > Platzierung > Haager Übereinkommen > Kinderhandel > Geldregime
Online: http://kups.ub.uni-koeln.de/id/eprint/6774
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100 1 |a Tribowski, Christian  |u International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy, MPI for the Study of Societies, Max Planck Society  |0 (eterms:CONE)/persons/resource/persons182805  |4 aut 
245 1 0 |a Kinder kauft man nicht: Die politische Ökonomie von Auslandsadoptionen in Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika  |h [Online] 
260 |a Köln  |b Universität Köln  |c 2015 
300 |a 329 p. 
505 8 |a 1. Einleitung; 1.1 Internationale Adoptionen im Spannungsverhältnis zwischen Geld und Kindeswohl; 1.1.1 Entmarktlichung, öffentliche Kontrolle von Adoptionen und Sakralität von Kindern; 1.1.2 Soziale Grenzen, makrostrukturelle Zweckbindung und Geldknappheit; 1.1.3 Distributionssystem und Platzierungsregime; 1.2 Historische Rekonstruktion, nationaler Vergleich: Methodisches Vorgehen und Gang der Arbeit; 2. Die Sakralisierung von Kindern in den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland; 2.1 Religiöse Sakralisierung; 2.2 Emotionale Sakralisierung; 2.3 Normativ-kulturelle Sakralisierung; 2.3.1 Die Vereinigten Staaten von Amerika; 2.3.2 Deutschland; 2.4 Schlussfolgerungen: Sakralität und Kinderschutz; 3. Die Entstehung der Platzierungsregime in den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts.; 3.1 Der US-amerikanische Fall: Vom Kindermarkt zum Platzierungsregime; 3.1.1 Entstehung eines Kindermarktes; 3.1.2 Kritik am Kindermarkt und anderen Adoptionsformen; 3.1.3 Wissenschaftliche Adoptionen: “Kinship by Design”; 3.1.4 Adoptionsrecht in den Vereinigten Staaten bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts; 3.1.5 Wissenschaftliche Adoptionen und die Institutionalisierung eines Platzierungsregimes; 3.1.6 Das gegenwärtige Platzierungsregime in den Vereinigten Staaten; 3.2. Der deutsche Fall: Vom Kindermarkt zum Platzierungsregime; 3.2.1 Entstehung eines Kindermarktes; 3.2.2 Kritik am Kindermarkt; 3.2.3 Das Adoptionsgesetz von 1900: „Kinder für Eltern“; 3.2.4 Reichjugendwohlfahrtsgesetz und Entstehung der Adoptionsbürokratie; 3.2.5 Entstehung des gegenwärtigen Platzierungsregimes seit den 1950er Jahren; 3.3 Schlussfolgerungen: Sakralisierung und Platzierungsregime; 4. Platzierungsregime für Auslandsadoptionen und die makrostrukturelle Zweckbindung von Geld in den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland; 4.1 Frühphase des US-amerikanischen Falls; 4.1.1 Entstehung von Auslandsadoptionen in den Vereinigten Staaten von Amerika; 4.1.2 Entdeckung des internationalen Kinderhandels in den USA ab den 1980er Jahren; 4.2 Frühphase des deutschen Falls; 4.2.1 Entstehung von Auslandsadoptionen in der BRD seit den 1960er Jahren; 4.2.2 Entdeckung des internationalen Kindermarktes in den 1980er Jahren; 4.3 Zwischenfazit; 4.4 Der Kampf gegen den internationalen Kindermarkt: Das Haager Übereinkommen; 4.4.1 Regelungsstruktur und die Entstehung des Haager Übereinkommens für Auslandsadoptionen; 4.4.2 Regelungen des Haager Übereinkommens und neue Regimeelemente; 4.4.3 Regelungen des Haager Übereinkommens und Makrozweckbindung von Geld; 4.5 Haager Übereinkommen und nationale Auslandsadoptionsregime in den USA und der BRD; 4.5.1 Entstehung und Struktur des gegenwärtigen Auslandsadoptionsregime in den Vereinigten Staaten; 4.5.1.1 Politische Beziehungsarbeit und Ratifizierung des Haager Übereinkommens; 4.5.1.2 Regimestrukturen: Akteure und Kontrollhierarchie; 4.5.1.3 Makrosoziale Zweckbindung von Geld; 4.5.2 Entstehung und Struktur des gegenwärtigen Auslandsadoptionsregime in der BRD; 4.5.2.1 Politische Beziehungsarbeit und Ratifizierung des Haager Übereinkommens; 4.5.2.2 Regimestrukturen: Akteure und Kontrollhierarchie; 4.5.2.3 Makrosoziale Zweckbindung von Geld; 4.6 Reichweite und Grenzen der staatlichen Kontrolle in den USA und der BRD; 4.6.1 Der US-amerikanische Fall; 4.6.1.1 Kontrollstruktur im In- und Ausland; 4.6.1.2 Geldknappheit, Ökonomisierungsdruck und Unterminierung des Kinderschutzes; 4.6.2 Der deutsche Fall; 4.6.2.1 Kontrollstruktur nur im Inland; 4.6.2.2 Geldknappheit, Ökonomisierungsdruck und Unterminierung des Kinderschutzes; 4.7 Zusammenfassung; 5. Schluss: Ergebnisse und Ausblick; 5.1 Sakralität statt Funktionalität: Entmarktlichung und öffentliche Kontrolle von Adoptionen als Mittel des Kinderschutzes; 5.2 Auslandsadoptionen als Platzierungsregime; 5.2.1 Auslandsadoption als Platzierung; 5.2.2 Platzierung als neuer Verteilungsmodus; 5.2.3 Platzierungsregime; 5.3 Auslandsadoptionen und Geldverhältnisse; 5.3.1 Politische Beziehungsarbeit, Regimestrukturen und Beziehungspakete; 5.3.2 Makrostrukturelle Zweckbindung von Geld; 5.3.3 Platzierung und Zweckbindung unter der Bedingung der Geldknappheit; 5.4 Ausblick; Interviewverzeichnis; Literaturverzeichnis; Curriculum Vitae 
502 |b PhD Dissertation 
506 0 |f Unrestricted online access  |2 star 
520 3 |a Bei der Adoption eines Kindes aus dem Ausland werden hohe Summen an unterschiedliche Akteure gezahlt: Adoptionsagenturen, Behörden, Vermittler, Ärzte und Waisenhäuser. In der Literatur der letzten dreißig Jahre wird daher immer wieder kritisiert, Auslandsadoptionen seien im Grunde Kinderhandel oder zumindest ein Teil der Adoptionsakteure betriebe profitorientierten Handel mit Kindern. Im Jahre 1993 veröffentlichte die Den Haager Konferenz für internationales Privatrecht das "Haager Übereinkommen für Auslandsadoptionen", das mit einem transnationalen Regime für Adoptionen mit Grenzberührung den Kinderhandel verhindern soll. Geldzahlungen verbietet es jedoch nicht. Die Dissertation untersucht, die Geschichte des Kampfes gegen Kinderhandel; die Entstehungsgeschichte des Übereinkommens; wie es Kinderhandel verhindern soll; es fragt nach den Regimestrukturen, die es etablieren, die Probleme, die es lösen und den Wirkungen, die es entfalten soll. Die theoretische und empirische Untersuchung basiert auf der Auswertung von Statistiken, Experteninterviews und Dokumentenanalysen. Die Dissertation trägt damit zur Forschung über die soziale Einbettung von ökonomischen Systemen bei, die nicht wie Märkte aufgebaut sind. 
520 3 |a In international adoption, applicants must pay huge sums to a range of actors such as adoption agencies, authorities, facilitators, doctors, and orphanages in order to adopt a child. In the past 30 years, researchers have raised the suspicion that, due to the money involved, intercountry adoptions are in effect child trafficking, or at the least, some of the actors involved are selling children as commodities. In 1993, the Hague Conference for International Private Law published the Hague Convention for intercountry adoption. The aim of the convention is to prevent child trafficking by establishing a transnational regime for intercountry adoptions. However, it does not prohibit payments and therefore raises the following questions: What kind of regime structures can prevent child trafficking? Which structures and measures does the convention establish? What problems does it aim to solve? What effects is it intended to have? This dissertation examines these questions from a historically and comparative perspective as well as theoretically and empirically. On the one hand, the dissertation contributes to research on the social embeddedness of economic action. On the other hand, it examines the transnational creation of a moral economy for humanitarian aid and child protection. 
533 |n [Online] 
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996 |a Hochschulschrift 
997 |a thesis 

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